Umgang mit naturwissenschaftlicher Erkenntnis

Mehr Antworten

Liste anzeigen
Eigene Glaubensfrage stellen

Über den Autor

Rainer Gross (Jahrgang 1962) hat Philosophie und Literaturwissenschaft studiert und den Bachelor of Theology an einer Bibelschule erworben. Zur Zeit ist er als Schriftsteller und Seminarleiter tätig.

Rückfrage an Rainer Gross

Diese Antwort...

Bewerten: 0% 20% 40% 60% 80% 100%
Weiterempfehlen
Ausdrucken
Bookmarken bei:

Mehr zu diesem Thema

Suchen
Frage von NP:
"Mich würde mal interessieren, wie ihr zu Naturwissenschaften steht. Ich selbst studiere Physik. Ich habe mich auch bewusst dafür entschieden, nachdem ich Christ geworden bin. Inzwischen allerdings bin ich mir nicht mehr so sicher. Man lernt das wissenschaftliche Denken und hat das Bedürfnis, alles logisch erklären zu wollen, was mir persönlich den Glauben etwas erschwert er lässt sich ja nicht beweisen. Außerdem muss man so viele Dinge lernen von denen man weiß, dass sie falsch sind - z.B. der Urknall."

Einleitung

Deine Probleme mit der Naturwissenschaft (NW) kann ich gut nachvollziehen. Ich selbst habe Philosophie studiert und musste lernen, mit dieser Ausbildung und diesem Fach als Christ richtig umzugehen.

Das wissenschaftliche Denken, das insbesondere Beweise und Versuche als Verifizierung von Theorien bzw. Thesen kennt, spricht an und für sich nicht gegen den Glauben. Man muß sich nur klarwerden, dass die NW die Welt und das Universum unter einem ganz bestimmten Blickwinkel sieht. Außerhalb dieses Blickwinkels kann sie die Welt nicht beschreiben, also auch nichts beweisen.
Dazu gehört der ganze Bereich der Religion, aber auch der Geisteswissenschaften. Der Vergleich der NW mit dem Glauben bzw. der Religion kann nur ganz unten am Fundament gezogen werden, da, wo die NW Grundannahmen (Axiome) macht, an denen sie festhalten muß und ohne die sie ihre Sicht der Wirklichkeit nicht gegen andere abgrenzen kann. Ohne diese Axiome ist eine wissenschaftliche Arbeit nicht möglich.



Seite