Der große Tüftler

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Über den Autor

Ralf Müller ist Qualitätsmanager in einem Entwicklungsunternehmen und arbeitet primär im Bereich Eisenbahnsignaltechnik. Er ist seit 1982 Christ. Er lebt in Braunschweig, ist verheiratet und hat ein Kind. Schwerpunkt seines Interesses sind Zeitgeist- und Religionsfragen, Wissenschaften und Theologie. Wenn noch Freizeit bleibt, interessiert er sich für Fußball, American Football und spielt selbst Badminton.

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Frage von NO:
"Ich bin fasziniert von Gott, obwohl, oder grade weil ich Naturwissenschaftler bin. Er lässt die Menschen tüfteln und basteln und seine Geheimnisse wie z. B. das Erbgut oder das menschliche Gehirn erforschen. Das scheint von Gott gewollt zu sein, und da der Mensch ein Abbild von Gott ist, muss Gott ja auch ein Tüftler und Bastler sein. Gibt es zu dieser Thematik ir-gendwelche passende Bibelstellen? Und in wie weit kann der Mensch Gottes Gedanken nachdenken?"

Grundlagen

Gott wird in 1. Mose kurz und übersichtlich als der Urheber allen Seins beschrieben. Er schafft aus dem Nichts durch sein Wort (Hebräer 11,3). Alles Geschaffene entspringt einem genialen Konstrukteur und Designer. Allein diese Tatsache sollte Anlass zur Anbetung und Verehrung des Schöpfers sein. Das ist auch ein Kerngedanke der Bibel, z.B. ausgedrückt in Psalm 104 (besonders Vers 24) und in vielen anderen Büchern der biblischen Weisheitsliteratur. Diesen Gedanken entfaltet auch Paulus in Römer 1,19-23. Die Größe und Komplexität der Schöpfung zeugt von einem großartigen Schöpfer (Psalm 19,2) und fordert zur Erforschung heraus (Psalm 111,2-4).

Gott hat den Menschen in diese Schöpfung gesetzt, damit er in dieser Schöpfung im Auftrag Gottes regiert (1.Mose 1,26). Er soll gestalten, bauen, kultivieren, verwalten, ordnen und bewahren. Der Mensch soll über sich, die Schöpfung und den Schöpfer nachdenken, forschen, Rückschlüsse ziehen und Entscheidungen treffen. Kreativität ist eines der Merkmale, die den Menschen in seiner „Ebenbildlichkeit“ Gottes auszeichnet.


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