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Über den Autor

Jens Bertram lebt in Eibelshausen und ist Energieelektroniker (Fachrichtung Anlagentechnik). Zurzeit studiert er am theologischen Seminar in Ewersbach. Er interessiert sich vor allem für das Neue Testament und möchte nach seiner Ausbildung Gemeindepastor oder Missionar werden.

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Frage von H.F.:
"Ich möchte an den Sorgen und Nöte anderer Menschen teilnehmen, um ihnen in ihren Problemen und Sorgen zu helfen. Wie kann ich das machen, ohne dass ich Gefahr laufe, selbst emotional zu sehr von dem Problem vereinnahmt zu werden?"

Emotionen - voll normal!

Es ist hilfreich, wenn man sich damit auseinandersetzt, wie man anderen Menschen in ihren Sorgen und Nöten beistehen kann. Wie man dann mit einer Situation umgeht, in der ein anderer Hilfe braucht, dafür gibt es unterschiedliche Wege. Allen gemeinsam ist aber, dass ich mich auf den hilfesuchenden Menschen einlassen muss. Anders geht es nicht. Denn wenn ich als Mensch einem anderen Menschen begegne, der in Not ist, dann spricht mich das als Mensch an. Dann entstehen bei mir Emotionen. Wenn diese Gefühle verleugnet werden, wird das mein Gegenüber schnell merken und zumindest irritiert sein. Ich darf also auch als Helfer/Seelsorger/Freund meine Gefühle zulassen und sie artikulieren. So kann ich zum Beispiel in einem Seelsorgegespräch auch äußern, dass ich über das, was dem Ratsuchenden passiert ist, ärgerlich oder zornig bin. Denn es ist besser, wenn ich diese Gefühle formuliere, statt unterschwellig von ihnen beeinflusst zu werden. Der Bereich der Gefühle wird in einem Gespräch immer mit angesprochen werden. Das ist auch hilfreich. Denn wenn ich mit jemandem mitfühle, dann ist mein Bedürfnis, ihm zu helfen, größer, als wenn es mich kalt lässt.


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