Angsthase!

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Über den Autor

Ilona Mahel ist Online-Redakteurin bei der CINA. Sie ist verheiratet und hat eine Katze. Wohnhaft in Wetzlar seit 2001. Als gebürtige Niederrheinerin kommt sie mittlerweile auch in Mittelhessen ganz gut zurecht. ;-) Wenn sie nicht gerade im Büro bei der CINA ist, macht sie liebend gerne Musik, liest und schreibt viel, läuft und wandert gerne und beschäftigt sich mit Fremdsprachen und Dialekten.

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Eines Abends, als gerade ein Gewitter aufzog, brachte eine Mutter ihren kleinen Sohn ins Bett. Als sie gerade das Licht ausmachen wollte, fragte er mit zitternder Stimme: „Mami, kannst Du nicht die ganze Nacht bei mir bleiben?" Die Mutter nahm ihn in ihre Arme und antwortete: „Nein, das geht nicht. Ich muss doch in Papas Zimmer schlafen." Nach einer kurzen Pause sagte der Junge: „Der alte Angsthase!"

Zunächst erscheint die Antwort des Jungen einfach witzig. Seine Mutter aber wollte, dass er ihr vertraut, auch wenn sie gerade nicht da ist.

Die ängstliche Bitte des Jungen kann ich sehr gut verstehen! Manchmal bin ich auch so sehr von Angst geplagt, dass ich am liebsten jemanden hätte, der immer spürbar bei mir ist. „Aber – Gott ist doch da!“ höre ich schon den Einwand. Stimmt – er ist immer da. Doch spüren kann ich das längst nicht immer. Manchmal ist da nur noch das letzte, kraftlose Festhalten an dem vagen Wissen, dass er seine Gegenwart versprochen hat.

Will Gott uns in solchen Situationen quälen? Ich glaube nicht. „Verlass dich ganz auf meine Gnade“ fordert er uns in der Bibel auf (2.Korinther 12,9). Gott möchte uns beibringen, dass wir auch "dunkle Stunden" durchstehen können, indem wir ihm vertrauen. Das ist beileibe nicht immer leicht. Was mich aber freut: Gott traut uns diesen Lernprozess offenbar zu! Er glaubt an uns.