Gewalt für den Glauben?

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Über den Autor

Axel Klinkewitz, geb. 31.12.1940. Bis Ende 2003 im Öffentlichen Dienst beschäftigt, wo er u.a. zehn Jahre als Niederlassungsberater für Kassenärzte tätig war. An der Bibel begeistert ihn die unbefangene Offenheit bei Themen, die sonst gern verborgen gehalten werden sowie die unbestechliche Ehrlichkeit, wenn es um das Fehlverhalten ihrer "Helden" geht.

Rückfrage an Axel Klinkewitz

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Frage von IK:
"Darf ich, um mich für den Glauben einzusetzen, auch Gewalt anwenden oder gegen das Gesetz verstoßen, wenn ich keine anderen Alternativen habe? Jesus hat, als er die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb und ihre Tische umwarf, schließlich auch Gewalt angewandt Joh 2,15."

Die Vertreibung der Händler und Geldwechsler

Lesen wir zunächst, wie Jesus die Händler aus dem Tempel vertrieb:

Und das Passafest der Juden war nahe und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften und die Wechsler, die da saßen. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus! Seine Jünger aber dachten daran, dass geschrieben steht: »Der Eifer um dein Haus wird mich fressen.« (Psalm 69,10: denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.) Da fingen die Juden an und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte. Als er aber am Passafest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat. Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht an; denn er kannte sie alle und bedurfte nicht, dass ihm jemand Zeugnis gab vom Menschen; denn er wusste, was im Menschen war.
Johannes 2,22-25



Von vielen Seiten wurde Jesus bestätigt, dass er vollkommen gerecht und gut war. Niemand konnte ihm eine Schuld nachweisen und Gott bestätigte seine Vollkommenheit, indem er ihn vom Tod wieder lebendig machte.

Im Jakobusbrief lesen wir:

...des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist.
Jakobus 1,20


Das bedeutet, die oben geschilderte Handlung Jesu (in Psalm 69 bereits prophetisch angekündigt) war Arbeit für Gott ohne Eigennutz und böse Wut - wie dies bei Menschen meist nicht der Fall ist. Jesus tat immer, was sein Vater von ihm wollte.

Gott wusste folglich, dass freundliche Worte allein nicht genügt hätten, um den als Markthalle missbrauchten Tempel für seinen eigentlichen und heiligen Zweck wieder brauchbar zu machen: um Menschen in Gottes Gegenwart zu bringen!



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